Das Buch „The Secret“, verfasst von Rhonda Byrne, sowie 25 weiteren Mitautoren und im Jahre 2006 auf Englisch und 2007 auf Deutsch veröffentlicht, handelt von einem großen Geheimnis, das einem dabei helfen soll erfolgreich und glücklich zu werden.

Das Geheimnis

Dieses Geheimnis wird schon zu Beginn des Buches verraten. Es ist das „Gesetz der Anziehung“. Dieses Gesetz besagt, dass das, was in unserem Geist vorgeht automatisch von uns angezogen wird. Also, dass wir mit unseren Gedanken positive und negative Dinge in unser Leben ziehen. Die Autorin beschreibt es auch als „Gedanken, die Dinge werden“ und dass „Gleiches, Gleiches anzieht“. Somit zieht positives, positives und negatives, negatives an.

Positives Denken

Wenn jeder dieses Gesetz anwenden würde, würde auch jeder das bekommen, was er will. Jedoch denken die meisten Menschen nicht an das, was sie wollen, sondern an das, was sie nicht wollen. Das Gesetz unterscheidet jedoch nicht zwischen „wollen“ und „nicht wollen“. Wenn also jemand sagt, dass er nicht krank werden will und sich sehr stark und sehr lange darauf konzentriert, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er auch krank wird. Deswegen sollte man auch positiv denken. Am besten wäre es, sich vor und nach dem Schlafen besonders stark auf solche positiven Dinge zu konzentrieren.

Solch ein Gedanke sollte immer den positiven Wunsch nach dem Sein, Tun oder Haben ausdrücken. Um zu erfahren, ob wir positiv oder negativ denken, müssen wir nur auf unsere Gefühle schauen. Fühlen wir uns schlecht, denken wir negativ. Fühlen wir uns positiv, denken wir auch dementsprechend. Daher sollte man sich zwischendurch immer die Frage stellen: „Wie fühle ich mich jetzt gerade?“.

Ein wichtiger Punkt den Byrne erwähnt ist, dass wir uns nicht schlecht fühlen und gleichzeitig positiv denken können. Sollte man sich schlecht fühlen, ist es zu empfehlen, an etwas Positives zu denken und eventuell dabei Dinge tun, bei denen man sich wohlfühlt und die einem Spaß machen. Viele Menschen denken schlecht über andere. Doch damit verletzt man nur sich selber. Man kann andere mit seinen Gedanken nicht verletzen. Wir schaffen uns damit nur eine negative Stimmung, die schließlich zu negativen Gedanken wird.

Der Schöpferische Prozess – der perfekte Gedankengang

Im Buch beschreibt Byrne das Verfahren des „schöpferischen Prozesses“. Dies ist ein Verfahren um den „perfekten“ Gedanken zu entwickeln und somit das Geheimnis für sich zu nutzen. Als erstes kommt die Frage: Man soll einen Wunsch oder einen Befehl an das Universum richten. Diesen Wunsch muss man deutlich vor seinen Augen sehen können (visualisieren). Wichtig ist dabei aber auch, dass man dankbar ist für das, was man bereits hat. Als zweites kommt der Glaube: Hier muss man möglichst fest daran glauben, dass der Wunsch bereits in Erfüllung gegangen ist. Man sollte nicht daran denken, dass irgendetwas fehlt. Wichtig ist hierbei auch, dass man versucht so zu handeln, als wäre der Wunsch bereits in Erfüllung gegangen. Hiermit ist natürlich nicht gemeint, dass wenn man zum Beispiel den Wunsch nach viel Geld hat, das restliche Geld, was man noch hat, zum Fenster raus wirft. Der letzte und dritte Schritt besteht im Empfangen: Der Anwender soll versuchen sich das Gefühl vorzustellen, wie es wäre, wenn der Wunsch in Erfüllung geht. Dabei ist es sehr wichtig, dass man sich wohlfühlt. Es hilft auch die Worte zu wiederholen: „Ich empfange jetzt“.

So schön dies auch klingt, dass man mit ein paar Gedanken alles erhalten kann, was man will – ohne Handeln geht gar nichts. Man muss aktiv werden und das Universum unterstützt einen dabei. Außerdem sollte man das Gesetz nicht hinterfragen, da dies dazu führen kann, dass man sich nicht mehr wohlfühlt.

Erwartungen

Das Universum kennt keine Zeit und Größe. Deswegen unterscheidet es auch nicht zwischen dem Wunsch nach viel Geld oder einem schönen Tag. Jeden Morgen sollte man erwarten, dass der Tag positiv wird. Erwartungen sind nämlich sehr mächtig. Deshalb sollte man auch Abstand von negativen Erwartungen halten. Eine kleine Technik für abends ist es, den Tag positiv Revue passieren zu lassen. Egal wie negativ er eigentlich war. Man versucht einfach, alle Ereignisse positiv darstellen zu lassen. Morgen sollte man zudem darüber nachdenken, wofür man im Leben dankbar ist.

Um sich über seine Wünsche klar zu werden, ist es praktisch, eine „Visionstafel“ zu erstellen. Diese sollte man an einen Platz stellen, auf den man jeden Tag guckt oder zumindest vorbeigeht.

Um Wohlstand zu erlangen sollte man sich auf diesen konzentrieren. Man muss ihn bereits fühlen und dankbar dafür sein. Wenn man Dinge sieht, die man sich eigentlich nicht leisten kann, sollten man zu sich sagen: „Ich kann mir das leisten“. Dies erinnert mich übrigens an das Buch „Rich Dad Poor Dad“. In dem Buch soll man sich in solche einer Situation nämlich die Frage stellen: „Wie kann ich mir das leisten?“.

Sich selbst zu lieben ist sehr wichtig, bevor man eine andere Person wirklich aufrichtig lieben kann. Außerdem sollte man sich auf die positiven Eigenschaften einer Person konzentrieren du nicht auf die negativen.

Krankheiten mit seinen Gedanken heilen?

Ein Teil des Buches „The Secret“ handelt auch vom Thema Krankheiten. Hier wird gesagt, dass alle Krankheiten das Resultat von Stress sind und Stress das Resultat unserer Gedanken ist. Wir konzentrieren uns zu sehr auf das Krank-Sein, statt auf das Wohlfühlen. Um einen Heilungsprozess zu unterstützen, sollte man das Leid für nicht großes halten und sich wohlfühlen. Man sollte schon dankbar sein, dass man sich wieder wohlfühlt. Hier wird auch gesagt, dass eine unheilbare Krankheit zwar von außen nicht mehr heilbar ist, aber jedoch von innen.

Die Entwicklung des Körpers richtet sich nach den eigenen Gedanken. Wogegen man Widerstand richtet, dem schafft man Bestand. Je man sich also auf das konzentriert, was man nicht will, desto mehr bekommt man davon. Am besten ist es, sich auf die eigenen Wünsche zu konzentrieren. Ein weiter Denkfehler der Menschen ist es, dass nicht genug für alle da ist. Es ist jedoch so, dass alles im Überfluss vorhanden ist. Daher sollte man gar nicht so begrenz denken.

Ein guter Rat der Autorin ist, andere ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen leben zu lassen und nicht zu versuchen ihnen immer die eigene Meinung aufzuzwingen. Seine Aufmerksamkeit sollte man auch Vertrauen, Liebe, Überfluss, Bildung und Frieden richten.

Das Universum und seine Energie

Byrne beschreibt die Basis des Universums als Energie. Energie war, ist und wird immer sein. Genau das gleiche gilt für Gott. Demnach ist Gott, Energie. Da Energie nicht einfach verbraucht werden kann und dann weg ist, könne wir Menschen dies nach dem Tod auch nicht sein. Wir können also niemals nichts sein. Alles im Universum ist durch Energie miteinander verbunden. Demnach sind wir alle vollkommen.

Konkurrenzdenken ist nur der Kampf gegen sich selbst. Deswegen sollte man sich nur auf sich selbst konzentrieren. Alle Macht kommt von innen und liegt deshalb in unserer Kontrolle. Jeder hat sein Schicksal selbst in der eigenen Hand. „Jeder schreibt sein eigenes Drehbuch“.

Bist du Herr deiner Gedanken?

Die Worte „Ich bin…“ sind sehr mächtig. Jedes „Ich bin…“ ist eine Schöpfung. Auch hier sollte man positiv denken. Ein Tipp ist es, sich seine Wünsche schon als Tatsachen vorzustellen. Henry Ford sagte einmal: „Ob sie denken, dass sie können oder ob sie denken, dass sie nicht können – es ist beides richtig“. Man sollte sich regelmäßig die Frage stellen, ob man noch Herr seiner Gedanken ist und was man gerade denkt. Das Universum hält einem auf jede Frage eine Antwort bereit, man muss nur Aufmerksam sein.

Am Ende geht Byrne noch auf Glücklich-Sein ein. Um glücklich zu sein, muss man seiner Leidenschaft folgen und danach streben, was einem Freude bereitet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch einen guten ersten Eindruck in das Gesetz der Anziehung bietet. Jedoch wird das ganze Thema sehr vereinfacht dargestellt und man verfällt leicht in den Glauben, dass mit ein paar positiven Gedanken, alle Probleme gelöst sind. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich mit Persönlichkeitsentwicklung befasst, besonders denjenigen, die gerade damit anfangen.

The Secret ist allerdings natürlich auf Kommerz ausgelegt. Dies erkennt man besonders gut daran, dass die Autorin, Rhonda Byrne, keine anerkannte Wissenschaftlerin o.ä. ist, sondern eine Drehbuchautorin und Produzentin. So ist auch der Film über das Buch nicht besonders wissenschaftlich ausgelegt, sondern beruht nur auf unbelegten Aussagen.