Vor kurzem habe ich in einem Video von dem „Pinguin-Prinzip“ gehört. Den Link dazu findest du hier (https://www.youtube.com/watch?v=Az7lJfNiSAs). Im Grunde geht es darum: Wenn man einen Pinguin an Land sieht, denkt man erst einmal, dass die Natur ziemlich schlecht gelaunt war. Wirkliche Stärken hat der Pinguin an Land nicht. Sobald der Pinguin aber schwimmen geht, entdeckt man seine Stärken. Ein Pinguin ist ein hervorragender Schwimmer. Zudem kühlt er durch seine Haut nicht aus und kann außerdem lange die Luft anhalten. Damit zeigt der Pinguin uns zwei Dinge. Zum einen Urteilen wir zu schnell über andere Menschen. Zum anderen hat jeder von uns Stärken. Wir haben sie nur noch nicht entdeckt, da wir oft in den falschen Bereichen tätig sind. Im Video wird zudem ein gutes Beispiel gebracht. Wenn sich ein Pinguin in der Wüste befindet, liegt es nicht am Pinguin, dass er dort nicht lange überlebt. Es liegt ganz einfach an der Wüste.

Werde dir also über deine Stärken bewusst, sei dir aber auch über deine Schwächen im Klaren. Jeder von uns hat Schwächen. Nur solltest du dich nicht auf diese konzentrieren, sondern auf deine Stärken.

Leider sagen wir uns aber auch oft, dass wir bestimmte Dinge nicht können. In Wirklichkeit ist dies meistens nur eine Ausrede, um sich nicht damit auseinanderzusetzen. So sagen zum Beispiel viele Schüler, dass sie keine Mathe können. Wenn sie aber wirklich einmal lernen und all das Verpasste nachholen würden, würden sie auch mit Mathe klarkommen. Natürlich gibt es auch Schüler, die wirklich viel für Mathe tun und es einfach nicht schaffen, gute Noten in dem Fach zu schreiben. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Da kann es dann sein, dass sie entweder nicht richtig lernen oder Mathe wirklich nicht können. Ich glaube aber, dass wir viele Schwächen auch zu Stärken machen können, würden wir uns nur einmal die Zeit und die Disziplin nehmen, uns wirklich damit auseinanderzusetzen. Von Natur aus haben wir aber wahre Stärken. So kann zum Beispiel einer sehr gut mit Zahlen umgehen und der andere ist besser mit Sprachen. Der eine kann sehr gut mit Computern umgehen, der andere ist handwerklich viel begabter. Und das ist auch gut so.

Nutze ein Team, um deine Schwächen auszugleichen. Das perfekte Team würde dich komplett ergänzen. So kann der eine gut mit Technik, der andere ist eher handwerklich begabt u.s.w.

Um dir über deine Stärken und Schwächen bewusst zu werden brauchst du keinen Persönlichkeitstest, wie man sie heute haufenweise findet. Besonders auf Berufsseiten, gibt es immer Tests um deine Stärken und Schwächen herauszufinden. Viel effektiver ist es, dich auch hier wieder zu beobachten. Wenn du merkst, dass du beim Umgang mit Zahlen angespannt und nervös wirst, aber beim Bearbeiten von Texten total fokussiert an die Arbeit gehst, wird wohl das Sprachliche eher eine deiner Stärken sein. Natürlich gibt es viel mehr Stärken, als ich bisher aufgezählt habe. Setze dich doch einfach mal hin und überlege, was du gut kannst. Denke auch über Situationen in der Vergangenheit nach. Wo bist du wirklich aufgeblüht?

Ich persönlich kenne meine Stärken und Schwächen. Jedoch entdecke ich auch täglich neue. So ist mir zum Beispiel beim Schreiben dieses Blogs aufgefallen, wie gerne ich doch Texte verfasse. Also sei nicht besorgt, wenn dir nicht sofort tausend Stärken einfallen. Am Anfang werden dir wahrscheinlich auch mehr Schwächen als Stärken einfallen. Das liegt ganz einfach daran, dass wir uns in der Vergangenheit auch immer nur unterbewusst auf unsere Schwächen konzentriert haben. Das Gefühl des Versagens nehmen wir leider häufig viel bewusster wahr. Aber ab jetzt wirst du dich nur noch auf deine Stärken konzentrieren. Und wenn du etwas nicht kannst weißt du, dass du genug andere Stärken besitzt und es da draußen viele andere Menschen gibt, mit denen du dich zusammentun kannst, die deine Schwächen ausgleichen können.