Bedenke, dass du stirbst

In diesem Beitrag möchte ich einmal über meine größte und tiefste Motivation im Leben sprechen: Bedenke, dass du stirbst!

Das hört sich wahrscheinlich erst einmal komisch an, wenn du aber einmal genauer darüber nachdenkst, macht es durchaus Sinn. Mich motiviert dieser Gedanke auf zwei verschiedene Arten:

Zum Ersten verlierst du alles Materielle wenn du stirbst. Dazu muss ich sagen, dass ich einen christlichen Glauben habe. Ich glaube also, grob gesagt, dass ich nach dem Tod zu Gott komme und von ihm für meine Taten auf der Erde gerichtet werde. Das, was mir im „Himmel“ dann noch bleibt, sind meine Entscheidungen, die ich im Diesseits getroffen habe. Deswegen möchte ich mich im Leben nicht auf das Materielle konzentrieren, sondern auf meine Entscheidungen und dessen Konsequenzen. Außerdem ist es doch egal, wenn ich einmal alles Materielle verlieren sollte (Erfahrungen kann ich nicht verlieren), da ich, wenn ich sterbe, sowieso alles verliere. Sollte ich also einmal im Leben, all mein Geld verlieren, kann ich mir wieder etwas Neues aufbauen. Natürlich geschieht das nicht von heute auf Morgen, aber wohin würde es führen, wenn ich mich immer an all meinen Besitz klammern würde, als ob mein Leben davon abhängt. Das tut es nämlich nicht! Die Menschen leben so sehr für ihre Rechnungen, nur damit sie nichts Materielles abgeben müssen, dass sie ganz vergessen wie viel Spaß das Leben eigentlich macht.

Zum Zweiten stelle ich mir immer die Frage, was ich bereuen würde, wenn ich einmal im Sterben liege. Würdest du bereuen zu wenig Netflix geguckt zu haben, oder würdest du viel eher bereuen, nicht deine Träume gelebt zu haben? Deswegen möchte ich das Leben komplett auskosten, damit ich im Sterbebett nichts zu bereuen habe. Denn wir bereuen nur die Dinge, die wir nicht getan haben. Das Leben ist kurz. Man lebt nur einmal. Ich sage nicht, dass du leben sollst, als ob es kein Morgen gäbe. Das wäre verschwenderisch und würde auf Dauer auch nur unglücklich machen. Wenn du an deinen Zielen täglich arbeitest, kannst du auch gar nicht so leben. Mit „das Leben voll auskosten“ meine ich, dass du all deine Ziele versuchen sollst zu erreichen und die Dinge tun sollst, die dir vielleicht Angst machen, die du aber bereuen würdest, würdest du sie nicht tun. „Wenn ich keine Angst empfinde, bevor ich einen neuen Schritt setze, so ist das ein Hinweis darauf, dass der Schritt, den ich gerade setzen möchte, eine Nummer zu klein für mich ist“ (Bodo Schäfer, Die Gesetze der Gewinner). Zusammengefasst: Wenn der nächste Schritt dir keine Angst macht, ist er zu klein.

Was motiviert dich am Meisten? Schreib es doch einmal in die Kommentare unter diesem Beitrag. Das Buch „Die Gesetze der Gewinner“, von Bodo Schäfer, findest du übrigens auch auf meiner Website.

Es gibt zwei Arten von Motivation. Innere und äußere Motivation. Innere Motivation entsteht aus der Überzeugung für die Sache selbst. Du tust es also nicht für Belohnungen oder Anerkennung, sondern, weil es dir um die Sache als solche geht. Bei äußerer Motivation erhoffst du dir Anerkennung oder Belohnungen. Geld ist zum Beispiel der größte äußere Motivationsfaktor, Liebe der größte innerste. Wobei viele auch oft handeln, damit der Partner einen mehr liebt. Nur liebt der Partner einen dann wirklich, oder liebt er nur die Sache, die man für ihn getan hat? Wahre und dauerhafte Motivation kann nur aus innerer Motivation hervorgehen. Jedoch kann äußere Motivation ein guter Start sein. So kann zum Beispiel der erste Schritt zum eigenen Unternehmen auf äußerer Motivation beruhen. Später muss man aber darauf achten, dass man sich selbst treu bleibt und nicht nur wegen des Geldes handelt. In diese Falle sind nämlich schon viele erfolgreiche Unternehmer gefallen. Nur wenn du dir selbst treu bleibst, kannst du auch wirklich glücklich werden. Geld alleine, wird dich niemals glücklich machen.